Zukunftsfähige Wasserwirtschaft für eine starke Region
Mit seinen aktuellen Schwerpunkten „Umweltschonende Trinkwasserbeschaffung“ und „gewässerbezogener Hochwasserschutz“ sowie seinen künftigen Tätigkeiten sichert der Wasserverband Kinzig (WVK) langfristig elementare Lebens- und Entwicklungsgrundlagen für die Bevölkerung und Wirtschaft.
Der WVK ist eine ausschließlich kommunal bestimmte, wasserwirtschaftliche Solidargemeinschaft von Städten und Gemeinden. Er tritt den praktischen Beweis dafür an, dass es für Kommunen zwischen einem Eigenbetrieb und der Vergabe ihrer Aufgaben an renditeorientierte Kapitalgesellschaften einen dritten Weg gibt, der auch über die Wasserbelange hinaus eine enorme Stärkung der Region darstellt. Regionale Identität und die Kommunikation der kurzen Wege mit seinen Mitgliedern sind zwei der herausragenden Merkmale des Verbandes.
Als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist der WVK ständig in der Vorwärtsentwicklung begriffen, da sich die demografische Entwicklung, Klimabedingungen und Problemstellungen laufend ändern. Wie er für die regionale Zukunftsvorsorge und die kommunale Selbstbestimmung die wasserwirtschaftlichen Voraussetzungen schafft und die Fachkompetenzen stärkt, erfahren Sie auf dieser Website – denn Transparenz ist eine seiner weiteren Stärken.
Klimafeste Trinkwassergewinnung Kinzigtalsperre
Der WVK gewinnt nach umweltschonenden Kriterien Grundwasser aus Gewinnungsbrunnen im südlichen Vogelsberg. Das Grundwasser wird dem bestehenden Wasserwerk (WW) Neudorf (Inbetriebnahme 1978) in Wächtersbach-Neudorf zugeführt und dort aufbereitet. Mit dem Trinkwasser werden der Main-Kinzig-Kreis (MKK) sowie über eine Fernleitung die Städte Frankfurt am Main und Hanau versorgt.
Vor dem Hintergrund eines steigenden Wasserbedarfs auf Seiten der Verbandsmitglieder sowie der Risiken des Klimawandels in Bezug auf die zukünftig zu erwartende Grundwasserneubildung ist die nachhaltige und Grundwasser schonende Erweiterung der Versorgungskapazität geplant. Zur Sicherstellung des zukünftigen Wasserbedarfs beabsichtigt der WVK ein komplett neues Wasserwerk entsprechend dem Stand der Technik am Standort der Kinzigtalsperre (KTS) bei Ahl, Gemeinde Bad-Soden-Salmünster, zu errichten. Dabei soll Oberflächenwasser aus der Talsperre entnommen und zu Trinkwasser aufbereitet werden. Mittels einer neu zu errichtenden Pumpstation soll das aufbereitete Talsperrenwasser über eine ca. 8 km lange und neu zu bauende Transportleitung zum WW Neudorf gepumpt und dort mit dem aufbereiteten Grundwasser des bestehenden Wasserwerkes so gemischt werden, dass ein stabiles Trinkwasser für den Ferntransport nach Frankfurt am Main vorliegt.
Das Projekt umfasst die folgenden wesentlichen technischen Systeme und Prozesse:
- Rohwasserentnahme aus der Kinzigtalsperre
- Rohwasseraufbereitung nach dem Stand der Technik und einem projektspezifischen Multibarrierenansatz in einem neu zu errichtenden Wasserwerk an der Kinzigtalsperre
- Reinwassertransport von der Kinzigtalsperre entlang der Kinzigaue zum Wasserwerk Neudorf
Schema der geplanten Wasserversorgung
Projektbeteiligte
Auftragnehmer
BAURCONSULT Architekten Ingenieure GbR
Adam-Opel-Straße 7, 97437 Haßfurt
Ansprechpartner
Christoph Blesch, +49 9521 696-0, E-Mail